Heizung
Schon vor Umbaubeginn wollten wir wieder einen Holzherd einbauen. Wir hatten ihn bereits beim Kaminfeger bestellt. Plötzlich war ich mir der Sache nicht mehr so sicher.
1. Wollte ich eigentlich einen Holzofen der langanhaltend Wärme abgibt und 2. war ich nicht (mehr) so erpicht darauf auf einem Holzofen kochen zu müssen.
Also legten wir die ganze "Holzofen-Geschichte" auf die Seite um einfach mal zu sehen, was Zeit und Rat so bringen würden.
Nach einem weiteren Jahr haben wir uns im August für den Speicherofen T-LINE eco2 von Tonwerk Lausen AG entschieden. Das Problem dabei: Der Ofen war so neu, dass er noch nicht mal eine VKF-Nummer hatte und so lange er die nicht hatte, konnten die Ofenbauer ihn in unserer guten Stube nicht einbauen. Nun, die VKF-Nummer wird vom Bund erlassen und dessen Mühlen malen bekanntlich ja nicht immer am Schnellsten. Wieder hiess es Geduld haben. Wir kontaktierten den Feuerchef unserer Gemeinde und berichtetem ihm unser Vorhaben. Auch er meinte, dass er für die Bewilligung unbedingt die Zulassungsnummer sprich VKF-Nummer haben müsse. Zumal es bei uns im Haus an den Wänden/Decken/Böden viel Holz habe.
Tja, schliesslich hat doch alles noch geklappt. Die VKF-Nummer ist da und ja, wir feuern seit 2 Wochen mit unserem Ofen und zwar das ganze Haus! Die Ölheizung haben wir abgestellt und feuern nur noch mit Holz. Der Ofen braucht pro Ladung 6 kg Holz mit einer Speicherlänge von mehr als 12 Stunden.
Wenn wir nachmittags um 15.00 Uhr einfeuern ist der Ofen am nächsten Morgen immer noch handwarm. Durch die langanhaltende und regelmässige Wärmeabgabe des Speicherofens und dank der guten Isolation der Fenster, Wände und Decken kühlt das Haus nie übermässig aus.
Der Ofen wird mit Frischluft aus dem Keller versorgt. D.h. Türe auf, Holz rein, anzünden und Türe wieder zu. Alles andere "macht" der Ofen selbstständig. Man kann also ohne weiteres den Holzofen bestücken, anzünden und einkaufen gehen. Langanhaltendes Schieber offen lassen und zum richtigen Zeitpunkt wieder schliessen entfällt:-)
Der Ofen schafft es in 2-3 Stunden zwei Stockwerke des Hauses zu erwärmen. Und auch in der Stube wo der Ofen steht hat man nie das Gefühl von der Hitze "erschlagen" zu werden.
Nun soll es die nächsten Tage kälter werden mit Schnee. Dann werden wir halt zwei Mal pro Tag einfeuern :-)
Wir sind wirklich happy richtig entschieden zu haben. Das Warten und Geduld haben hat sich gelohnt. Manchmal ist das Sprichwort Gut Ding will Weile haben mehr als nur wahr.
Bereits im Sommer haben wir sieben Ster Holz gesägt und hinter dem Haus windgeschützt aufgestapelt. Eine Arbeit, bei der die ganze Familie zusammen Schaffen kann ;-)
Frischluftanschluss wird bei gut isolierten Häusern empfohlen
Der Ofen holt sich die Luft im Keller
Feuerfeste Dämmung schützt das Holz (tragende Holzwand) vor Hitze und allfälligem Brand
Hier führt das Rauchrohr vom Ofen in den Kamin
Frisch verputzte Wand
Installation des Rauchrohrs - es gibt ebenfalls Wärme ab in die umliegenden Räume
"Jungfernfeuerung" des Ofens
Holzdepot im Innern ;-)
